
Oft dauert es eine Weile, bis man Eindrücke verarbeitet hat und sich deren Bedeutung bewusst wird. Vor mittlerweile vier Wochen war ich mit Erich und Tatjana am großen Priel. Der Weg zum Gipfel führte uns durch einen sehr schweren Klettersteig. Um 5 Uhr in der Früh brachen wir vom Prielschutzhaus auf. Durch ein Latschenwäldchen durch über Schneefelder und vom Schnee und Eis zu Rinnen geschliffenen Fels.
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Letzten Samstag bin ich aufgewacht und hatte Lust aufs Vorsteigen. Ich fühlte mich recht gut ausgeschlafen und war gut drauf. In der Halle (es regnete leider den ganzen Tag) probierte ich mich dann in einer VI-. Zweimal musste ich mich ins Seil setzen. Das ärgerte mich schon ziemlich, weil ich die Route schon mehrere Male gegangen bin. Im Nachhinein denke ich mir, ich war einfach mal wieder viel zu schnell unterwegs. Unaufgewärmt und überheblich. Ich dachte mir, die bin ich eh schon so oft gegangen, die geht sicher schnell. Dass mir dann bei den entscheidenden Zügen ein bisserl der Strom gefehlt hat, war die Strafe. Und eigentlich ist schnell ja nicht immer gut, eigentlich sollte man immer langsam, konzentriert und sauber steigen…
Danach hab ich mich in einer VI+ probiert. Unten sah sie recht nett aus, aber schon nach dem vierten Haken zeigte sie mir ihr wahres “Elch-Gesicht”. (Anmerkung: Elch ist ein 1,9m großer Routenschrauber, der kein Erbarmen mit kleinere Menschen hat). Ich gab auf, weil ich mich die weiteren Züge nicht traute.
Erich hing sie mir dann ein und ich stieg sie nach. Die Züge waren nicht ohne. Mit den Erfahrungen aus dem “sicheren Modus” in der Tasche, bin ich sie vorgestiegen. Vor der Crux musste ich zwar Pause machen, aber letztendlich hab ich’s durchgezogen.
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Die Kunstschlampe hat die letzten Tage am Bau verbracht. Drei Tage intensives Schutt schaufeln, Ziegeln schupfen, Mäuer kurz und klein schlagen. Nach zwei Tagen fühlte sich der klettertrainierte Körper an wie einmal mit dem Baseballschläger massiert. Jeder Muskel tat weh und während die Kunstschlampe so in der Früh im Bett lag, regungslos, voller Muskelkater und Laktase, blieb ihr nur das Nachdenken, weil das Hirn wohl der einzige Muskel war, der bei diesen Arbeiten nicht so angestrengt wurde.
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hab ich schon…

..und nur mehr 500 Protokolle, eine Diplomarbeit, eine Abschlussprüfung und eine Portion Mut und Verwegenheit trennen mich davon, meinen alten Job da dran zu hängen. Stichtag gibt es noch keinen, aber irgendwann im Frühsommer 2010 ist es soweit.
In der Zwischenzeit überlege ich mir etwas Neues, auch für diesen Blog….
Also der zweite Versuch………nachdem im ersten irgendwo ein Progrommierungsfehler war und der Blogeintrag im InternetExplorer durch gähnende Leere glänzte.

Wenn man über Dinge zweimal nachdenkt, verändern sie sich. Eigentlich ging der Artikel über das Arbeiten, den Druck, dem man dabei ausgesetzt ist, und den Luxus sich nicht unter Druck setzen lassen zu müssen.
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