Archive for March, 2009

Meine Cousine spinnt…

mad and bad
Mar 25 2009

spinnradDas las ich unlängst auf ihrem facebook-Profil. Sie war spinnen. Da ich mit Gruppenindoorfahrradfahren mit Musik (Wiki) eigentlich nichts am Hut habe, war mein erster Gedanke natürlich kunsthandwerklicher Natur: Meine Frage an Sie war, ob sie denn die 13. Fee wäre und Dornröschen endlich um die Ecke gebacht hätte. Ihre Antwort: “Nein, aber ich hab den Ritter vom Pferd geschubst und bin selbst auf Jolly Jumper in den Sonnenaufgang galoppiert :) )”

Dazu muss ich anmerken, ich liebe das Märchen Dornröschen (und meine Cousine offensichtlich Pferde ???) und ich sympathisiere mit der 13. Fee. Die Feen 1-12 haben Dornröschen lauter Tugenden geschenkt, gut soll sie werden, und hüpsch und brav und reich natürlich auch und und und und dann kam die 13. Fee, die, die nicht eingeladen wurden, die, die all der Tugendhaftigkeit und Angepasstheit und dem ganzen höflichen/höfischen Getue den Tod wünscht. Sie kataputliert Dornröschen in einen todesähnlichen Schlaf aus dem sie dann nach 100 Jahren durch den Kuß des Ritters als Frau erwacht (so die tiefenpsychologische Deutung).

Nun das Finden eines wirklich guten Partners ist für die Frauen der 30plus-Generation gar nicht leicht.Irgendwas stimmt da nicht im Beziehungsschloss.

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na da schau her…

mad and bad
Mar 23 2009

alienUnser toter Altbürgermeister wird der Spionage verdächtigt… Es gäbe Beweise…steht da heute in der Presse. Da wird der Politik vorgeworfen unter den Tisch zu kehren und über die Vergangenheit den Mantel der Verdrängung zu breiten – na typisch, oder? – und letzlich liegt nicht in dieser Vermutung und dem Wunsch der persönlich Betroffenen, die Presse möge doch von solchen Anschuldigungen Abstand nehmen, das typisch Österreichische, sondern in den Kommentaren der “Österreicher und Innen” zu diesem Thema.

AustroBavarian (Helmut Zilk ist tot.Die CSSR ist tot.Der Kommunismus ist tot.)  versus Grautvornix (Es wäre nicht Österreich… wenn nicht wieder die Verdränger und Realitätsverweigerer Oberhand bekommen sollten.) G Ast zitiert eine andere dunkle Vergangenheit (Hat Franz Fuchs möglicherweise mehr gewußt, als der Öffentlichkeit bekanntgegeben wurde? Dann wäre sein “Selbstmord” in einem anderen Licht zu betrachten.) Auch das wäre ja immerhin möglich. Und nichts ist so wunderschön wie eine ebensolche Verschwörungstheorie, die den Herrn Gast zu der Frage motiviert: Wird wieder eine Ablenkungssau durchs Land getrieben? Alien versus Predator, oder?

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grün . grün . grün .

kunst
Mar 19 2009

feuerAlso bis vor einer Woche mochte ich die Farbe grün nicht besonders. Meine Küche ist grün ausgemalt, aber das wars eigentlich schon: keine grünen Kleidungsstücke, kein grünes Seil, kein grünes Auto, kein grünes Fahrrad,…. Dann stellte ich fest, dass ich nicht genug T-Shirts hatte. Beim H&M gab es dann auch günstige und so pilgerte ich in den Billigmodetempel um mich vor allem mit Long-sleeves auszurüsten. Und weil ich ja wirklich alle Farben  schon in fast allen Schattierungen gehabt hab, hab ich mich entschlossen – zum Klettern – mal ein grünes T-Shirt  zu wählen.

2 Monate lag es dann im Schrank rum und vor ein paar Tagen – weil ich zu faul war, zum waschen und daher etwas knapp mit der Bekleidung war – zog ich es an. Ahh die Farbe hatte eine angenehme Wirkung auf mich, frisch, unergrün(d)lich, lebhaft, ohne grell zu sein, so wie gelb es ist. Und da fang ich schon an zu phantasieren, was wäre, wenn ich meine Keramik mit einer maigrünen oder hellgrünen Engobe überziehe und poliere und sie dann erst im Rauchbrand brenne? Eine hellgrüne, samtene  Oberfläche mit schwarzen Craquelé und Rauchspuren… hmmm

Mein zweites Projekt – aus meiner Experimente-mit-Ton-und-Prozellan-Reihe- könnte auch ein bisschen grün vertragen, vielleicht mit einem leichten Einschlag ins Türkise…  Und weil ja der Erich nur einen kleineren Teil des Farbspektrums sieht und er mich dann immer so verwundert anschaut, wenn ich ihm von den Farben erzähle, könnte ich auch eine Hommage an die Farben machen, die so klingende Namen haben wie: Mauve, Taupe, Smalteblau, Ecru, Zinnober, Chinarot, Apfelgrün, Jade, Ultramarin, Magenta, Altrosa, Kastanie, Umbra, Siena, Kaki, Indigo, Perlgrau, Anthrazit, Bordeaux, Flachs, Rosenholz, Kork… (http://www.color-check.com/index.html)

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ups and downs

kunst
Mar 16 2009

styroporWenn ich heute Bilanz ziehe, dann ist das so 50:50. 50% ist echt in die Hose gegangen und ich ärge mich über mich selbst. Meist scheu ich ja das Putzen, wenn ich dann aber anfange, schieße ich übers Ziel hinaus und werfe soo viel Papier weg, dass da schon mal das eine oder andere dazwischen rutscht, das eigentlich wichtig gewesen wäre. So ein Mist!

Das gute, das meinen Tag verschönert hat, war, dass ich mit der Fa. Styropormühle telefoniert habe (http://www.styropormuehle.at/) und sie mir gratis eine Probepackung Styroporgranulat überlassen… quasi für eine Kaffekassenspende. Das finde ich super nett, weil ich eh schon so viele Ausgaben für mein Atelier habe und ich eigentlich erst mal experimentieren möchte, bevor ich mir einen halben LKW Styroporgranulat kaufe.

Auf die Experimentiererei freu ich mich schon… obwohl ich doch eigentlich mehr für mein Diplom arbeiten sollte….

Die Schatten der Vergangenheit – Freund und Leid einer Facebookerin

mad and bad
Mar 09 2009

draussenbleiben

Seit geraumer Zeit habe ich ein Profil auf Facebook. Meine ursprüngliche Motivation war, mit Fred, einem Freund und Kletterkollegen Fotos zu tauschen und ab und zu zu chatten. Das hat prächtig funktioniert. Dann fand ich noch andere FacebookerInnen und schwups konnte ich mir die Zeit in der Praxis, wenn wieder mal einer meiner sooo zuverlässigen Suchtklienten ausgefallen ist, mit Chatten und Büdlnschaun vertreiben.
Ich fand nette neue Freunde und viele alte wieder. SchulkollegInnen aus einer längst und zum Teil mit Absicht vergessenen Zeit. Dennoch nett zu sehen, wie sich jeder entwickelt hat und sehr groß die Freude, wenn die paar, die ich mochte, auch noch erfolgreich und glücklich geworden sind. Manchmal tauchen aber auch Gespenster auf, so wie heute eben. Eine Freundschaftsanfage von jemanden, der gerne an die gemeinsame Vergangenheit zurück denkt, mit Grüßen aus London.

Naja ehrlich. Ich denk lieber nicht an diese Zeit. Was dem einen Freud, dem anderen Leid, oder so ähnlich. Meine Erinnerungen sind eher dominiert von Szenen in denen ich verletzt, gekränkt und abgewertet wurde, während sich dieser Möchtegernfreund auf meine Kosten sein Ego poliert hat. Ergo: Danke nein! Kein “adding” als “friend”!
Und – Überraschung!! – ich erlebe eine Gefühl von Freiheit nicht jeden mehr in meine Kreise aufnehmen zu müssen. Sich nicht versklaven zu lassen von einem falsch verstandenen Netzwerkgedanken, in dem man glaubt, dass man jeden irgendwann irgendwie mal brauchen wird können. Auch wenn eine Künstlerin von einem großen Netzwerk lebt, es steigert den Wert, derer, die darinnen sind, wenn es auch Ausschlusskriterien gibt. Und natürlich wäre es professioneller wenn ich die Differenzen klären würde, die Missverständnisse aus dem Weg räumen und die Kränkungen verzeihen würde. Aber, samm a uns ehrlich, es gibt so viele Zwangskontexte, in denen man Menschen, mit denen man nicht so gut kann, nicht ausweichen kann und man sich irgendwie zusammen raufen muss. In meiner Freizeit ziehe ich es vor, es mir leicht zu machen und auszuwählen. Zu so schwierigen und abwertenden Zeitgenossen schätze ich daher eine mehrere tausend Kilomenter lange Distanz unglaublich hoch.

wie ist denn das?

das leben und andere abenteuer, klettern
Mar 04 2009

Wenn am Ende der Kraft noch so viele Projekte offen sind?

haengematte

Eiter, Stöhr, Fischhuber, Lama

klettern
Mar 02 2009

cahllengethewall_grafik_hp

Das sind die Namen der Kletterelite Österreichs (natürlich gehört Johanna Ernst auch dazu, die war nur nicht dabei, bei der “Challenge the Wall-Tour”)  Was es bedeutet, Elite zu sein, dazu kann ich eigentlich gar nichts sagen, weil mir schlichtweg der Mund offen stand. Da kraxelt eine 1,5m große Angelika Eiter eine 7c+ hinauf, muss fast jeden Zug dynamisch nehmen und nachdem sie im Dach g’schwind eine Lolotte gemacht hat und das Publikum einfach unisono “boa!” geschrieen hat, lächelt sie  runter, winkt nochmal und zischt rauf zum Top.

David Lama macht die Herrenroute ebenso flinkt. Es scheint, als gelte für ihn die Schwerkraft nicht. Der Schlusszug der Herrenroute, einer 8a+, bestand aus einem 2m weiten Sprung im Dach. Das kann gar nicht gehen, eigentlich! Nun, David Lama hat eine Präzision bei seinen Bewegungen, er nimmt Maß, holt aus und springt, hält den Zielgriff, schwingt mit den Beinen ins Leere, schwingt zurück, stellt seine Füße auf Reibung an die Wand und winkt. Dann erst hängt er ein. Ehrlich, dem Publikum blieb die Luft weg.

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