Archive for January, 2009

Verschrottungsprämie..

das leben und andere abenteuer, mad and bad
Jan 29 2009

Ich glaub, es wird Zeit, dass sich auch die Kunstschlampe dazu äußert. Als Fahrerin eines 13 Jahre alten Autos, stünde mir die Prämie ja eigentlich zu. Also „Heißa juche!“ Falls mein Verkaufsgeschick versagt und ich nicht die 2.800,- für mein Auto bekomme, die ich eigentlich haben will, kann ich immer noch auf die 1500,- vom Staat zurück greifen. NUR hat sich eigentlich schon mal wer überlegt, wer die Leute sind, die so alte Autos fahren?

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Ein ausgeruhter Döner

klettern
Jan 28 2009

Nach unzähligen Verkühlungen und Unpässlichkeiten bin ich wieder gesund. Hurra! Und Oh Weh! Denn meine super Kondition ist futsch. Aber nicht nur die, sondern auch mein Projekt, eine wunderschöne 7+ in der großen Halle ist nicht mehr da und war doch so ein Meilenstein für mich. Ich bin in tiefster Trauer.

Diese Route – ich glaub sie hieß „Döner“ oder „Kebab“ oder irgendwie anders türkisch-kulinarisch - war eine hervorragende „Wandschleicherei“. Man musste viel mit dem Gleichgewicht und dem Schwerpunkt arbeiten, dann konnte man Kraft sparend bis an Ziel klettern.

Erich war da sehr bemüht mir beizubringen, wie man richtig in einer Route rastet. Nämlich genau anders als ich das tue. Wo es leicht ist, da sollte man langsam machen und entspannen damit für die schweren „Zeiten“ Kraft überbleibt.

Ist ja wie im wirklichen Leben, draußen, außerhalb der Halle. Das Gleichgewicht behalten spart Kraft. Rastpunkte kann man sich ja auch immer einplanen und diese am Besten nicht, wenn es um einen herum schon vor lauter Stress pfeift, sondern vorher.

Da fällt mir der depperte Spruch ein: Erst die Arbeit, dann das Spiel. Dieses Sprichwort existiert in fast allen europäischen Sprachen und ist eigentlich ein ziemlicher Schwachsinn. Die Trennung von Spiel und Arbeit ist ja schon die erste Tragödie, aber dass man erst nach getaner Arbeit rasten darf… ist in der heutigen Zeit müßig.. da müsst ma ja alle auf die Pension warten.

Den Mehrwert vom richtigen Rasten hab ich in dieser Route schon erfahren können. Nämlich das Rasten bevor die Arme leer sind. Jetzt gilt’s nur mehr, diese Erfahrung nach draußen ins Leben zu bringen. Zumindest ist das mein 2009-Vorsatz. Ich möchte heuer nicht wieder zu Weihnachten eingehen.

„So ein verdammter Scheiß“

mad and bad
Jan 16 2009

Waren die Worte, die ich heute nicht ausrief, einfach weil meine Stimme weg war. (Was mich schon ein bisserl isoliert.. muss ich zugeben). Ich lieg seit drei Tagen im Bett und hab Grippe. Und weil unter diesen Umständen nicht mal Essen Spaß macht – ich kann grad mal den Aggregatzustand und die Temperatur unterscheiden, theoretisch könnt ich Sägespäne esse, es warat wurscht – lese ich in den kurzen wachen Momenten oder schau DVD.

Und da stolpere ich über den Weltbildkatalog und muss mich schon wundern. Die ersten zwanzig Seiten kolportieren Bücher, die sich dem Thema Diät widmend. Genau genommen „Abnehmen ohne Diät“ (gut wir nennen es halt ab heute einfach anders!) Ja ein Buch verspricht sogar „Abnehmen im Schlaf“! Statt ein üppiges Mittagspapperl ein Mittagsschlaferl. Und darüber 300 Seiten schreiben… es is a Wunder!

Gut nach den 20 Seiten kommen die Kochbücher: „Kann den so was Sünde sein!“ DAS Tortenkochbuch… he, he, hat schon etwas von einem Pyramidenspiel. Erst Diät, dann Torte, dann Diät, dann…. (Oder der Verleger des Katalogs hat einen sehr subtilen Humor… )

Anyway.. ich werd jetzt wieder ins Bett hüpfen und gesunden…

Bis dann also…

Nachgedacht und nachgerufen…

das leben und andere abenteuer
Jan 08 2009

Vor ein paar Stunden hat sich mein Onkel suizidiert und ich bin ob der Umstände sehr betroffen.

Keiner Religionsgruppierung angehörend, daher keine Meinung zum Thema Suizid haben müssend, möchte ich mal hier laut nachdenken.

Das Leben meines Onkels kenne ich nicht. Lediglich ein paar Eckdaten, Erzählungen aus dritter Hand von meiner Mutter, die wiederum alles von ihrer Schwester, meines Onkels Ex-Frau weiß.

Mein Onkel war krank, sehr krank und er wollte nicht mehr. Die Aussicht im Pflegeheim zu landen (obwohl das nie zur Diskussion stand), bewog ihn, seine letzten Kräfte zu sammeln und seinem Leben ein Ende zu setzen. Er wollte niemanden zu Last fallen. Auch wenn diese Handlung aus Depression und im Affekt geschehen sein mag, ich kann nicht anders (und das ist wirklich ohne einer Spur von Zynismus) als meinem Onkel Respekt dafür auszusprechen. Wenn die realen Möglichkeiten auf nur sehr wenige Alternativen schrumpfen und keine davon attraktiv ist, dann gehört nicht nur viel Verzweiflung und Zorn, sondern auch eine gehörige Portion Mut dazu, so eine klare, nicht wieder rückgängig zu machende Entscheidung zu fällen. Ich kann beide Seiten sehen: Die große Hoffnungslosigkeit, verursacht durch seine Erkrankung und die erlittenen Schicksalsschläge, die mich sehr betroffen macht, aber auch den Mut und die Stärke eines Mannes, der selbstbestimmt selbst bestimmt, wann und wie er diese Erde verlässt.

Der Anlass lässt mich auch über meine Beziehungen zu den verbliebenen Familienmitgliedern nachdenken, mit denen ich alles andere als glücklich bin. Viel zu oft gibt es Schadenfreude statt Anteilnahme und Abwertung statt Freude an der Vielfalt. Es scheint als säße bei unseren Familientreffen lauter Menschen um den Tisch, die ihre wahren Gefühle glauben verstecken zu müssen, damit keiner erkennt, dass sie auch nur mit Wasser kochen… Und dass keiner alt, krank und hilflos sein möchte, ist auch leicht nach zu vollziehen, weil dann müsste man sich ja eingestehen, dass man den anderen braucht … und dass dieser die Macht hat, einen ordentlich zu verletzten….

Nun, meinem Onkel wünsche ich auf der letzten Reise alles Gute. Möge er das finden, woran er Zeit seines Lebens geglaubt hat.

Die alte Königin wurde gestürzt, lang lebe die neue Königin!!!

mad and bad
Jan 06 2009

Die treueren Blog-LeserInnen erinnern sich vielleicht an meinen letztjährigen Eintrag über die „fröhliche“ Zeit. Damals schrieb ich über meine Tante, die einen mittlerweile schon fast 30jährigen Rekord darin hält, die mit Abstand schrägsten, unnützlichen und hässlichsten Weihnachtsgeschenke zu machen. Dieses Jahr hab ich  raus gefunden, dass meine Mutter (ihre Schwester also) sogar eine eigene „Grusch-Kiste“ für ihre Geschenke  unterhält, in der sie diese Objekte sammelt.

Aber, wie es halt so ist, irgendwann ist jede Regentschaft zu ende. Heuer gab es enttäuschenderweise „nur“ eine Duftlampe im Form eines Teepots. Doch ein (Herrschafts-)Vakuum bleibt selten lange leer. Am nächsten Tag gab es eine Weihnachtsfeier bei meinem Vater und seiner zweiten Frau, Lisa. Sie hat meine Tante vom Thron verstoßen, darf sich jetzt (vielleicht auch die nächsten 30 Jahre, vielleicht auch nicht so lange, wer weiß) die neue Trash-Queen nennen und bekommt einen Eintrag auf der Wall of Shame. Die Ohrringerl in Form von 2Centstücken sind einfach unbeschreiblich…..

Sehet selbst: