Archive for February, 2008

Nächste Woche geht die Uni wieder los?.

kunst
Feb 26 2008

Ich kann nicht sagen, dass ich mich besonders auf die Klasse freue. Letztes Semester war ich viel bei den Grafikern. Das war fein, auch die Computerkurse haben etwas gebracht. Beim Gedanken an unsere Keramikklasse dreht es mir allerdings ein bisserl den Magen um und stellen sich alle Haare auf.

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Zeit, darüber mal nachzudenken?.

Also ich hab auf meine Semesterarbeit ein ?Befriedigend? bekommen. Das ist ja an und für sich keine schlechte Note, wenn man aber weiß, dass es eigentlich noch nie eine schlechtere gegeben hat, dann frag ich mich schon warum?.

Natürlich die naheliegendste Antwort ist, ich war zuwenig im Atelier für Keramik (weil eben künstlerisch mehr im Zweidimensionalen unterwegs, neue Inspiration in einem Nachbarfach suchend). Das würde dann bedeuten, dass ich für meine Anwesen- bzw eigentlich für meine Abwesenheit einen Dreier bekommen habe. Ich war also befriedigend abwesend.

Das ich das jetzt nicht persönlich nehme, liegt daran, dass mich zurzeit ein ganz anderer Aspekt der Note interessiert, nämlich der der Machtausübung.
Noten implizieren ja immer ein Oben und ein Unten, eine Bewertung und somit ein Machtgefälle, und das umso mehr, je weniger objektive Kriterien für die Benotung herangezogen werden können.

In der Klasse wurde ich bis jetzt mit großer Polemik bezüglich der Notengebung konfrontiert (Es klingelt immer noch der wortgewaltige Ausspruch eines gewissen ?Gips-Kobolds? in meinen Ohren, der lange und lautstark erklärt, warum er Noten nicht mag, gleichzeitig aber keine Scheu hat, mich mit einer schlechten Note zu bedrohen und zu bedenken, weil ich abwesend war und in diesem Sinne mich nicht von seinen Provokationen beeindrucken ließ). Bei dieser Massenproduktion an ?double-binds? ist es schwer motiviert zu bleiben. Im Endeffekt geht es bei den ganzen Debatten aber niemals um Kunst oder um Ausbildung, sondern es werden die Machtverhältnisse verhandelt.

Mein Betrag zum Machtdiskurs ist sicher der, dass ich die dort versammelten Autoritäten nicht anerkenne und mit meiner Skepsis sicher ebenfalls provoziere. Ich finde die Art, wie mit uns Künstlern und unseren Produkten umgegangen wird, einfach nicht in Ordnung. Mein Resümee ist, dass ich wohl auch in Zukunft befriedigend abwesend sein werde und in dieser Zeit, einfach mein Ding durchziehe.

Heute in der Fotokiste

das leben und andere abenteuer
Feb 14 2008

Heut war ich bei meiner Mum draußen und wir haben gemeinsam in der Fotokiste gewühlt?. Ich muss schon sagen, meine Mutter war in den 60ern ein ziemlich heißer Feger, mein Pa wäre ohne Probleme als Bandmitglied der Villagepeople durch gegangen und die Kinderfotos von mir süß, außer die aus den 80ern, die sind der Zensur zum Opfer gefallen. (Diese Mode war einfach unerträglich..)

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Verzerrte Liebe -!- Zeit für ernsthafte Gedanken?

die liebe, mad and bad
Feb 05 2008

Dank meiner Freundin, Eva, bekam ich bis lang diverse Ausstellungskataloge geschenkt. Unter anderem auch ?Elastic Taboos? von der gleichnamigen Ausstellung im Museumsquartier. (Schad, dass ich die verpasst hab!)

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Bücher mit vielen Bildern drin, mag ich besonders. Sie lassen sich entspannt in der Badewanne ?lesen?. Die konzeptuellen und theoretischen Ausführungen gehen meist in der Hitze des Bades ?verschütt?. Doch diesmal nicht! Mein Auge blieb an der Überschrift ?Verzerrte Liebe? hängen und ich fand den Absatz so kurios, dass ich ihn gleich hier etwas gekürzt aber doch fast 1:1 wieder geben möchte.

Kapitel 12. Verzerrte Liebe

Es gibt eine Arbeit von YOUNG-HAE CHANG HEAVY INDUSTRIES, betitelt als Cunnilingus in North Korea, wo Nordkoreas geliebter Führer Kim Jong-il die Künstler um Beachtung für seinen Text über die Liebe und die sexuellen Freuden in Nordkorea bittet. Basierend auf der Tatsache, dass der Kommunismus die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern beseitigt und somit Männern und Frauen wirkliche Erfüllung beim sexuellen Genuss ermöglicht habe. Nieder mit den bürgerlichen Tabus hinsichtlich des Sexuallebens, nieder mit der passiven Rolle der Frau. Also steht hier der nordkoreanische Führer und erklärt wie ausgesprochen gut nordkoreanische Männer im Bett sind, insbesondere beim Oralsex. Mit Zitaten wie ?Oralsex ist eine dialektische Sache wie jede andere?, ?Sexuelle Freiheit ist ein menschliches Recht?, ?Lange lebe der nordkoreanische Oralsex?, ?Lang lebe der Kommunismus in Nordkorea?. (..)

Wer dazu mehr wissen will, findet auf der Website http://www.yhchang.com/CUNNILINGUS_IN_NORDKOREA.html die Details zur Rede. (Den Link fand ich übrigens über eine andere Website namens www.weltrettung.org, hi, hi)

Der Genuss der gesamten Rede des Führers Kim Jong-il könnte sich aber auf das wie auch immer geartete Sexualleben negativ auswirken, denn sie nimmt kein Ende? aber sehet selbst!!!

Nun die Dialektik haben die Nordkoreaner nicht erfunden. (Die Ã?sterreicher aber auch nicht. Meine Freundin, Susanne, sagt immer ?Essen sei der Sex des Alters?. Der Spruch könnt von der Ã?sterreichwerbung kommen, denn die verspricht Erdäpfelsalat bleibt Erdäpfelsalat.)

?Dialektik? geht auf die Griechen zurück und meint die ?Kunst der Unterredung?. (???…) Der erste, der das Wort so gebraucht hat war Platon, der wiederum die platonische Liebe hoch hielt. Oralsex als dialektische Angelegenheit??? WOW!

Zugegeben – ich bin verwirrt.

In diesem Sinn? schönen Frühlingsbeginn!!

chillout bei 4° plus

das leben und andere abenteuer, die liebe
Feb 02 2008
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Nein, es ist nicht die Vorbereitung auf die Eisklettersaison (grins).

Ende und Neubeginn

kunst
Feb 01 2008

War gar nicht so schlimm, heuer. Meine ärgsten Befürchtungen sind nicht eingetreten. Hab mich innerlich schon gegen die Vorwürfe und Angriffe gerüstet, doch nichts kam. Die Profs waren nett, haben mit mir diskutiert und freundlich mein Konzept von Grund auf umgedreht, geschüttelt und so hinterfragt, dass letztendlich nichts über geblieben ist außer meiner Idee, die ich eh schon immer hatte. Aber irgendwie passt?s. War ja selbst nicht zufrieden, mit der Lösung, die ich gefunden hatte.

Ich merke nur, dass das eine sehr lange Geschichte werden wird, weil irgendwie für mich ein bisserl die Luft raus ist. Die Idee zu ?Life in a Box? begleitet mich jetzt schon seit September und ich merke eine gewisse Müdigkeit. Das, was mich normalerweise in einem Projekt antreibt, ist grad etwas aufgebraucht. Dafür hab ich eine neue Idee und die inspiriert mich grad fürchterlich?.

Ich möchte mich dieses Sommer-Semester mal mit etwas Abstrakterem abstrakt beschäftigen und schauen, wohin es mich führt. Geometrische Analysen? in 2D und 3D?

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Dazu bleib ich bei den Druckgrafikern und schau, was ich dort noch so alles lernen kann. Irgendwie fühl ich mich zwischen den großen Pressen und den seltsamen Lösungsmittelgerüchen sehr wohl (hi,hi). Und das Feedback war auch positiv. Das macht mir Mut für den Wettbewerb, an dem ich im Frühsommer teilnehmen möchte.

Und seit fast 10 Jahren hab ich das erste Mal wieder Lust ein bisserl Produktdesign zu machen. Entwickle gerade eine Salatschüssel? aus gegebenen Anlass?.