Archive for November, 2007

I glaub’s ned!

klettern
Nov 27 2007

“Jetzt ist schon wieder was passiert!” täte der alte Brenner alias Wolf Haas schreiben. Jawoh!

Man – nein eigentlich frau, denn es war in der Damengarderobe – hat mir meine Socken geklaut. Wirklich und wahrhaftig hat sich eine der Damen meiner schwarzen, löchrigen und stinkigen Socken bemächtigt, sie aus meinen Turnschuhen heraus gefischt und wer weiß was damit angestellt. Und ich wundere mich darüber, denn wer versaut sich sein Karma wegen zwei Socken, die nicht einmal zusammen passen. Zwei einsame Socken, die ihren Partner irgendwann zwischen vielen Waschgängen verloren haben und deshalb von mir zu einer sehr ungleichen Partnerschaft gezwungen wurden… wirklich arg!

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Und am ärgsten finde ich, dass es dafür nur zwei Erklärungen gibt.

a) die Frau gehört zum organisierten Verbrechen und dealt mit getragener Frauenwäsche. Sie verkauft meine Socken für den Gegenwert eines Porsches an irgend einen japanischen Spinner, der sie dann im Plastiksackerl aufhebt um gelegentlich daran zu schnüffeln und wer weiß was noch mit ihnen zu tun.
b) sie riecht selbst daran..

    So oder so musste ich barfuß in meinen Schuhen nach Hause fahren….

Endpunkte?

das leben und andere abenteuer, mad and bad
Nov 26 2007

Wann ist eine Geschichte zu ende?

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Ich hab mal geschrieben, dass es um den Augenblick geht, den es zu genießen gilt und dass man Zuneigung und Freundschaft nicht in Vertrag nehmen kann. Denn, wie soll man eine Schuld an Zuneigung je begleichen? Liebe, Zuneigung, Freundschaft, Glück sind immer noch wunderbare Zaubereien, die man über Auflistungen in Exceltabellen nicht wirklich erklären kann. Kein Vergleich von Plus und Minusseiten eines Menschen kann erklären, warum man den einen liebt und den anderen nicht. Man kann es nicht erklären und man kann darüber nicht verhandeln. Man kann nicht für zwei lieben (und damit die fehlende Liebe des anderen kompensieren) und man kann Liebe/Freundschaft nicht einklagen.

Aber man kann sie zerstören, die Freundschaft und die Liebe und man(n) kann sie fürchterlich verwechseln, was letztendlich auch fatal enden kann (aber nicht muss).

Im Laufe meines Lebens hab ich ein paar solcher Verwechslungen durchlitten und dadurch auch einige wirklich gute männliche Freunde verloren. Sie wollten Liebe, ich wollte Freundschaft, es kam zu Kränkungen auf beiden Seiten und letztendlich hab ich mich absentiert. Zurück blieben Phantome (durchaus auch mit ein bisserl Phantomschmerz).

Nach der letzten Tragödie dachte ich, ich hab meine Lektion gelernt. Leider falsch und weil das Schicksal gnädig ist, hat es mir eine weitere Chance gegeben. Nur hab ich die leider nicht als solche nicht erkannt. Bled!

Jetzt bitt ich inständig darum, keine weiteren Chancen zu bekommen, weil ich es echt blöd finde, wegen solcher Besitzansprüche, narzisstischen Kränkungen, Egomanien und anderer Widrigkeiten eigentlich ganz nette und lustige Freunde zu verlieren.

URLAUB und andere feine Begebenheiten

klettern
Nov 22 2007

Ich hab meinen Urlaub gebucht!
Die Hallensaison wird durch 8 Tage Klettern in Italien unterbrochen und ich kann es gar nicht erwarten, all die neue technischen Tricks am Felsen auszuprobieren.

Außerdem war ich gestern bei den Druckgrafikern und hab die ersten Probedrucke von meiner Kaltnadelradierung gemacht. Es macht unglaublich viel Spaß und die Ergebnisse sehen gar nicht so schlecht aus. In den nächsten Wochen werde ich noch all die anderen Verfahren ausprobieren und bald gibts eine kleine Kostprobe im Blog.

Des Weiteren sind meine Arbeiten in Gmunden angekommen. Im Sommer 2008 werden im Rahmen des Gmundner Keramiksymposions meine Arbeiten “o.T.” und “an der leine” ausgestellt. Und ich werde 2008 noch zwei andere Solo-Ausstellungen bestreiten….

Und das Sahnehäubchen des Tages war mein Besuch beim Vicerektor. Der hat mir nämlich ganz viele von meinen Zeugnissen angerechnet. Aberakadabera und schon hab ich 20 Semesterwochenstunden mehr bekommen… das ist superfein und reduziert meinen Stress enorm. Und es war mir nicht zu peinlich mein Zeugnis in Tiefenpsychologie als Wahlfach einzureichen auch wenn ich nur ein Genügend hatte (vierzehn (!!!) Jahre sind genug Zeit, so eine Niederlage zu verkraften).

So oder so verschafft es mir Zeit, die ich lieber in den verschiedenen Werkstätten verbringen, als büffelnd in einem Hörsaal. Nach mehr als 80 Psycho-/Soziologie-/ und Publizistikprüfungen sei mir das erlaubt.

Ahh und der Relaunch meiner Website schreitet voran.. nur noch ein bisserl herumdoktorn und die Fehler ausmärzen und schon geht sie online… schätze so um Weihnachten umadum. Und als alte Drama-Queen werd ich das im Blog gehörig feiern.

Experimente

das leben und andere abenteuer, klettern
Nov 17 2007

Seltsame Dinge geschehen im Moment.

Genau genommen seit Mai. Seit ich mit dem Klettern begonnen und mich damit bewusst für etwas Neues, total Anderes in meinem Leben entschieden habe. Ich stand mit meinen 34 Jahren vor der Wand wie ein kleines Kind (nur weniger beweglich und kräftig, dafür wesentlich schwerer und ängstlicher).

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Doch um das Klettern soll es diesmal nicht gehen. Es geht um das Leben an und für sich. Darum, dass es schön ist und voller spannender Abenteuer steckt. Und ich im Aufbruch bin und verschiedene Dinge ausprobiere und schaue, welche Reaktionen von meiner Umwelt zurück kommen. Kleine Experimente, bei denen der positive oder negative Ausgang nicht so wichtig ist, dafür aber die Informationen, die ich daraus gewinne.Aus meiner mehr oder weniger sicheren Basis heraus und dem Umstand, dass ich mich relativ in meiner Mitte fühle, hat es zum ersten Mal etwas Spielerisches, das Leben?.

Aufbruchstimmung

das leben und andere abenteuer, kunst
Nov 14 2007

Alles braucht seine Zeit und ich merke, dass es für mich leichter wird, mich von den Dinge, die mich in den letzten Jahre so gefangen gehalten haben, zu verabschieden. Sie los zu lassen.

Eine einfache und gleichzeitig schwierige Zeit, weil ich, um Neuland betreten zu können, auf mein Sicherheitsnetz sukzessive verzichten muss. Sicherheit und Veränderung sind zwei einander ausschließende Seiten des Lebens und jetzt ist Veränderung angesagt.

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Es bedeutet auch, dass meine Psychotherapieausbildung langsam dem Ende zu geht und ich nicht mehr so viel Geld brauche. Das bedeutet, ich kann es mir leisten, meinen Brotberuf zurück zu schrauben und mehr Kunst zu schaffen. (Allerdings bis es endlich wirklich so weit ist, wird es Frühsommer 08 sein.)


Der erste Schritt: Ich bin auf der Suche nach einer Werkstatt, gemeinsam mit Judith und einer dritten Künstlerin werden wir es angehen. Wir werden produzieren und wir werden verkaufen? und ich werde mir mein Logo sichern. Das schenke ich mir zu Weihnachten .

Kybernetische Kunstschlampen-Artefakte

mad and bad
Nov 04 2007

Zu gegebenen Anlass Philosophisches zum Thema ?Artefakt?

Die Kunsttheorie versorgt uns mit einer ziemlich brauchbaren Definition von Artefakten. Sie seien künstlich geschaffene Objekte und im Gegensatz zu lebendigen Biofakten, tot.

Nun muss ich wohl erkennen, dass die Kunstschlampe tot ist, denn sie ist durch und durch artifiziell. Sie ist der ?Surplus? meiner Phantasie, der sich nicht in eine Skulptur, einen Cartoon oder eine Zeichnung quetschen lässt. Manchmal muss es raus, in Worten, Sätzen, spitz, überzeichnet, aufgeblasen, theatralisch, dramatisch, lächerlich, witzig, grantig, frei erfunden und rotzig. Natürlich nicht zu verwechseln mit mir, die ich ja lieb und brav und ordentlich und geordnet und angepasst und höflich und unaufdringlich und einfühlsam und sensibel und unterstützend und kinderlieb und tierlieb und umweltschützend und sowieso ganz ohne Schatten (gähn!) bin.

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Für die Leser, die vor lauter Reinheit und Tugendhaftigkeit noch nicht das große Kotzen bekommen haben und kopfüber den Bakterienbefall des Kloschüsselrandes betrachten (ein Fall für die WC-Ente), bietet die Kybernetik vielleicht ein bisschen mehr Anregung. Sie meint mit Artefakten, Ereignisse die zusätzlich zu den erwünschten auftreten. Also den Überraschungseffekt!

Der war nach meinem letzten Blogeintrag für mich zumindest recht groß, weil ich soooo viel Mitleidsbekundungen bekam? Komisch! Aber danke, nicht notwendig!

Ich fühl mich eigentlich recht wohl und glaube, dass ich auch in nächster Zeit OHNE Therapie auskommen werden. Ich hab ja die Kunst, wo ich mir erlauben kann, vor mich hin zu spinnen und wo ich mich theatralisch in die Kissen werfen und ein Schnoferl ziehen kann, weil mich NIEMAND versteht! Seufz!!!