Archive for August, 2007

Rock’n Roll

klettern
Aug 27 2007
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WOW!

klettern
Aug 27 2007

Nein, nicht World of Warcraft, sondern WOW! War das ein schöner Sonntag!!

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Ich war mit Peter in der Wachau, in Dürnstein, klettern. Der Fels – Granit – ganz anders als am Peilstein. Er bricht in Würfeln unterschiedlichster Größen – das bedeutet keine Sanduhren, keine supertollen Henkelgriffe, die man fast wie eine Türschnalle greifen kann, wie das eben so am Peilstein ist, sondern viele super glatte Platten und tolle lange Risse, viele kleine Leisten, auf die man sauber steigen, die man aber nur sehr schwer festhalten kann. Dazu kommt die Aussicht auf die Donau, die Weingärten und die benachbarten Felswände.

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(Peter sucht ‘ne gute Tour aus)
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(chillout mood VI)
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(der Weg ist das Ziel VI-)
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(Der Weg ist das Ziel VI-)

Zuerst sind wir auf die Nasenwand. Dort haben wir die Miraculix (VI-), die Chillout Mood (VI) und die Der Weg ist das Ziel (VI-) geklettert. Peter ist vorgestiegen, ich hinter her. Das Wetter war so superfein, dass wir uns Mittags dann schon wie im Toaster gefühlt haben und beschlossen, die Seite zu wechseln und ans andere Donauufer zu fahren. Nach einer längeren Pause am Ufer der Donau mit selbstgebackenen Nusskuchen, Marmeladezipfel, Mohntorte und Kaffee, sind wir in die Grimselbucht. Dort stiegen wir in der mittlerweile eingezogenen Dämmerung noch die A.E.I.O.U. (VI-) hoch. Das war ein ganz besonderer Genuss, obwohl doch sehr anspruchsvoll beim Einstieg.

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(a.e.i.o.u. VI-)

Ich glaub, ich hab gestern ganz viel gelernt und bin immer noch high von dem tollen Erlebnis.

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Auf der Plusseite steht auf jeden Fall: sauberes Steigen (wenn richtig gemacht, braucht frau gleich viel weniger gute Griffe zum Hochziehen), Piazen, Stemmen und Spreizen. Außerdem hab ich meine Höhenangst weitestgehend eingedämmt und Elivs kommt nur mehr ganz selten zu Besuch.

Auf der Potenzialseite steht immer noch: Mehr Kraftaufbau fürs Steigen und Halten von Seitengriffen und vor allem für meine linke Hand, die wirklich ziemlich schwächelt. UND ein bisserl an meiner Angst vor überhängen arbeiten, richtiges Eindrehen lernen und mehr Körperspannung aufbauen und versuchen, ned so unkoordiniert umadum zu steigen (wie heißt das so schön: Intra- und intermuskuläre Koordination aufbauen…stöhn!) UND lernen links von rechts zu unterscheiden… es ist wirklich ein Drama mit welcher Konsequenz ich die zwei Richtungen verwechsle (hab mir ernsthaft schon überlegt, mir auf die rechte Hand einen Punkt zu malen)… und und und und und und und….. und noch viele tausend andere Dinge.

Und weil ich jetzt mal nachgerechnet und festgestellt habe, dass ich eigentlich erst seit Juni ernsthaft klettere und am 1. Juni überhaupt das erste Mal draußen am Felsen war, find ich’s gar nicht so schlecht, wo ich jetzt steh!

Und außerdem möchte ich an dieser Stelle mal meinen ganzen lieben KletterpartnerInnen danken fürs Sichern, Tipps geben, Motivieren, Lachen, gemeinsam Genießen, Dasein, Spaß haben, Zuhören und Inspirieren.

Vielen Dank!

Peter, Doris, Matthias, Richard, Erich, Markus, Pablo, Wolfgang, Michi und Gunther

meine Wohnung, die Sexfalle�?�

das leben und andere abenteuer
Aug 25 2007

Mein Herr Nachbar ist nicht nur Operngesangslehrer sondern auch fanatischer Altkleidersammler. Leider! Das führt dazu, dass seine Wohnung eine Brutstätte von Licht und Kleidung liebenden Flugobjekten ist. Von ihm nicht geschätzt, vertreibt er diese mit extrem aggressiven Mottenpulver. Wenn also Herr Nachbar in seinem mottenpulvergetränkten Gewandt durch die Gänge wandelt, ist seine Duftspur noch Stunden später zu riechen.

Da diese Viecher das genau so wenig mögen, wie ich, sind sie umgezogen. Und zwar in meinen Schrank. Also bin ich vor zwei Tagen los gezogen um mich schlau zu machen, was es für Alternativen zum pestialischen Gestank gibt.

Gefunden hab ich Pheromonfallen, die die männlichen Motten mittels weiblichem Duftstoff anlocken um sie sogleicht mittels Klebeband schachmatt zu setzen. In Ermangelung paarungswilliger Männchen schwirren die Weibchen dann herum (und hoffentlich ab) und sterben irgendwann unverrichteter Dinge an Altersschwäche..

Mein Mitleid für die Männchen hält sich in Grenzen. Denn täten sie anstatt auf alles zu springen, was gut riecht, ein bisserl ihre Augen und ihr Hirn einschalten, würden’s ned auf einem Klebestreifen picken. (Auch wenn sich das für den Moment sicher sehr geil anfühlt.)

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Ergebnis der konspirativen Sitzung mit Peter am Naschmarkt

klettern
Aug 23 2007

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Heute

klettern
Aug 22 2007

…war ein super Tag

Ich krieg in Kapfenberg einen unglaublich schönen Raum für meine Installation (ganz für mich allein). Und es sind ganz viele internationale KollegInnen dabei, von Japan bis USA. Das freut mich besonders.

Und beim Klettern… ich bin grad 3,5 Mal den Flakturm rauf (1 Mal Vorstieg bis zum Dach) und ich hab gespürt, wie es ist, wenn sich beim Klettern ein Rhythmus einstellt und die Bewegungen fließen und ich mich richtig eindrehe und meine neuen Schuhe super Halt finden. UUUURRRRR GEIIIIIIL

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Inspirationen am Thalhofergrad

klettern
Aug 20 2007
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Zurechnungsfähigkeiten

kunst
Aug 16 2007

Mir fällt in letzter Zeit auf, dass ich erstens sehr viele Sätze mit >>also<< oder >>so<< beginne. Das nervt! Außerdem führe ich ausgedehnte Selbstgespräche, wenn ich am Felsen herum kraxle und meine allgemein geistige Entspanntheit führte dazu, dass ich einfach ein Stück Kartoffelstrudel im Backrohr vergessen habe und es erst 14 Tage später dort entdeckte, nachdem mir schon Tage zuvor ein seltsamer Geruch in der Wohnung aufgefallen ist. Gestern ließ ich dann ein Ei explodieren, weil ich es schlichtweg am Herd vergessen habe. Das Wasser verdampfte, das Ei flog in die Luft und verbeulte mir sogar den Topf… (krasses Experiment, zum Nachmachen nicht geeignet!)

Dafür hab ich ein neues Projekt, zeichne schon viel und mache Entwürfe. Nur die Umsetzung wird schwierig, weil ich mir bezüglich des Materials noch nicht sicher bin… aber das kommt schon noch…

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Fels – Blog

klettern
Aug 09 2007

>>Stand!<<

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Die Visionen sind wieder da… beruflich zumindest…. Hurra!

Und privat? Da träum ich davon, sauber eine 6- vorzusteigen und sonst verbiet ich mir jedes Fantasieren…. mir tut noch alles weh, von der letzten Bruchlandung.

Die Weltherrschaft und andere behandlungswürdige Pathologien

klettern
Aug 07 2007

Heute im Halbgesperre des Landesgerichts – eine Gruppe von Gefängniswärter sitzt brütend über einem Kreuzworträtsel:

“Weltmacht mit drei Buchstaben?”

“I-C-H”

In letzter Zeit werde ich oft pathologisiert. Meine Leidenschaft fürs Klettern (es sei eine Sucht!) und für die falschen Männer scheint anderen behandlungswürdig. Ich müsse mich ändern!! Dieser Imperativ stößt bei mir auf soviel Widerstand, dass mir selbst ganz schlecht wird. Ich hab nämlich nicht das Gefühl krank zu sein. Im Gegenteil, ich fühle mich sehr lebendig. Dennoch schauen ich mir das gerne mal genauer an:

Sucht entspricht einem Zustand der Erstarrung, als Gegensatz zu einem, dem Lebewesen angemessenen, Zustand der Homöostase, d.h. einem dynamischen Gleichgewicht.(http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/SUCHT/; August 2007)

Ich habe alles andere als das Gefühl, erstarrt zu sein. Im Gegenteil. Ich lerne viele neue und sehr interessante Menschen aller Altersstufen, Lebensgeschichten und Berufe kennen. Uns eint ein gemeinsames Interesse an der Natur und am Klettern, am Entwickeln von Kraft, Technik und mentaler Stärke, sprich am Entwickeln des Selbst auf der körperlichen und psychischen/mentalen Ebene.

Dass das Klettern jetzt einen sehr großen Anteil an meinem Leben hat, entspricht einfach den Gegebenheiten meines Lebens. Ich habe Ferien. Und ich bin entschlossen, diese zu genießen und mir nicht durch eine katholische ora-et-labora Arbeitsmoral vermiesen zu lassen. Der Sinn des Lebens ist Leben, Arbeit bringt die nötige Kohle. Ned mehr und ned weniger. So gesehen bin ich lebenssüchtig und widerstehe weiterhin jedem Druck zur Konformität und zur Behandlung.

Do you like my tight sweater?

das leben und andere abenteuer, die liebe, klettern
Aug 05 2007

Irgendwo und irgendwann….

Beim Klettern (und auch sonst immer wieder) stell ich mir schon gelegentlich die Frage, wem ich trauen kann. Dem, der mich sichert? Mir selbst?

Heute z.B. konnte ich mir selbst nicht trauen…

Ich hab die letzte Woche fast jeden Tag im Fels verbracht und war mental und körperlich ziemlich ausgepowert. Kein Vertrauen in meine Finger, dass sie mich am Fels halten…

Ich hab jemanden kennen gelernt. Die Anziehung zwischen uns war da, ein kurzer Moment der Schwäche, verheiratet, großer Abstand, weil er sich selbst nicht trauen kann? Weil er mir nicht traut? Dass ich sein Leben auf den Kopf stelle?

Ich hab’s längst kapiert. Steh auf ihn, mag seinen Humor, sein Aussehen.. kann doch beides als Freundin auch genießen.. muss/will nicht Geliebte sein?! (hmm…ehrlich? Eigentlich schon, aber bevor ich die Freundschaft verliere, reiß ich mich lieber z’samm!)

Unlängst nach meinen Visionen gefragt, musste ich mir eingestehen, ich hab zurzeit keine. Wenn das Chaos im Kleinen regiert, hab ich kein Auge für den großen Wurf. Philosophische Gespräche am See reißen da mehr auf als sie lösen….

Raku in der Steiermark, Klettern an der Flatz, viele neue Menschen in meinem Leben…fluchend, stöhnend und ächzend die 7- im Vorstieg rauf, oben tröstende Worten von einem anderen Kletterer, ein Bekannter vom Turm, wieder nicht gepunktet, egal, wenn etwas offen bleibt, gibt es eben immer einen guten Grund zurück zu kommen.

Und falls das alles keinen Sinn ergibt….

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Do you like my tight sweater?