Archive for July, 2007

Höllental – eine kurze Bildergeschichte mit fischelndem finish (ohne Bilder)�?�

klettern
Jul 30 2007

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Also es trug sich zu, dass sich eine kleine Gruppe an Kletterfetischisten ins Höllental auf die Frisbeescheibe begab, um dort der Bergpredigt eines gewissen Herrn Markus andächtig zu lauschen. Und dem lieben Gott, der ja bekanntlich in einem Aquarium [1] wohnt, um gutes Wetter zu bitten. (Vergebens, wie sich nach zwei Stunden herausstellte. Wir wurden nass und weil wir’s genau wissen wollten, gingen wir danach gleich noch mal zur Frisbeescheibe und wurden noch mal nass.) Dafür schaffte ich dort sogar eine 7- (was leider nach dem Peilstein-Schwierigkeitsgrade höchstens eine 5 ist) Dem Selbstbewusstsein hat’s allerdings gut getan ;o)

Um uns zu trocknen kehrten wir bei der Franzi ein. Ein Superoriginal, das nicht nur unsere mitgebrachten Forellen (wegen des Regens wurde das Grillfest sozusagen inhouse abgehalten), sondern auch den ganzen Dorfklatsch in schmackhaften Portionen servierte.

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Das Geburtstagskind, Karl, selbst vergangen-ortsansässig, war sehr oft Inhalt und Produzent dieser G’schichtln (und einiger Dorfkinder – nix genaues weiß man(n) allerdings nicht).

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Nachdem es uns von der Frisbeescheibe förmlich runtergewaschelt hat, haben wir’s am nächsten Tag im Fuchsloch probiert. Leider waren die Routen dann doch ein bisserl zu schwer für mich und ich musste drei mal vor der Schlüsselstelle W.O. geben.. (obwohl ich’s wirklich lange und oft versuchte, mich mehrmals ins Seil setzte um zu schauen und ich von unten schon tiefe Schnarchgeräusche hörte.) Des war ein bissal frustrierend!

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Danach gabs noch ein Chillout in der Weichtalhütte und – wie es der Aquariumsfisch halt so wollte – liefen dort nicht nur wir, sondern auch zwei weitere Personen meiner jüngsten Vergangenheit ein….Der Fisch is a Hund!

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[1] Das geht auf einen “Sager” von Franzi zurück, die meinte, dass es schon gut gewesen sei, dass man den Jesus ans Kreuz genagelt hätte, denn hätt’ ma’ ihn ertränkt, tät an jeder Eck’n a Aquarium rumstehn.

Alpenbäcker, Alpenyogi und ich

klettern
Jul 22 2007

Ich war wieder einmal mit den Jungs klettern, Genussklettern, glaub ich, heißt das. Nachdem mich letztes Mal Matthias mit selbst gemachten Makis überraschte, sind wir heute mit einem Backblech voller süßen und sauren Muffins auf den Peilstein. Danach gab’s Nektarinen und Melone. Und davor ziemlich geile Kletterei im 5+ und 6- und wir können verdammt stolz auf uns sein, dass wir nach nur drei Monaten “on the rocks” schon so weit gekommen sind.

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Alpenbäcker = Matthias, der dankenswerterweise immer das Backblech in der Gegend herumgeschleppt hat.
Alpenyogi = Richard, der einen sehr an Yoga anmutenden Kletterstil hat (der schönste Spagat am Berg ;o)
Ich= die Kunstschlampe, die alles sofort irgendwie kreativ verwertet�?� eh klar�?�

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Freud’sche Verschreiber. Eine Synopsis meiner Gedanken bei Betriebstemperaturen von +37° Celsius

das leben und andere abenteuer, die liebe
Jul 19 2007

Heute schrieb ich mal wieder ein Mail an Claus und verdrehte bei einem Satzteil ein paar Buchstaben. Aus “in der Vergangenheit gefangen” wurde “in der Gegangenheit verfangen”. Was heißt denn das nun? Gegangenheit ist wohl ein bisschen poetisch, beschreibt aber einen Zustand, den ich nur zu gut kenne, den Zustand von: “Er ist weg!”

Ob jetzt absichtlich oder unbeabsichtigt aus meinem Leben ausgeschieden, das Ergebnis ist das selbe. Es folgt der mühsame Prozess des Loslassens. Aber wie kann das gehen? Wie kann ich etwas loslassen, das physisch nicht mehr präsent ist. Was halte ich denn da eigentlich fest? Und wenn ich schon etwas festhalte, dann ist das wohl etwas Imaginäres, Fantastisches (in eigentlichen Wortsinn), eben etwas, das (immer schon) nur in meiner Einbildungskraft existiert (hat). Hat sich also dankenswerter Weise die Realität wieder einmal geschlichen, bevor sie meine schöne Fantasie zerstörte?

Die Realität ist eigentlich ein ziemliches Luder!

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Wenn ich ganz ehrlich bin, hätte ich nichts gegen eine fantastische Beziehung in der der Alltag mal für eine Zeit draußen bleiben darf, auch wenn dieses Arrangement ganz sicher ein Ablaufdatum hat.

Der Hall eines Rülpsers im Universum�?�.

das leben und andere abenteuer, die liebe, klettern
Jul 16 2007

Ich krieg keinen klaren Gedanken in meinen Kopf, alles denkt sich parallel. Vor 10 Tagen noch hatte ich schrecklichen Liebeskummer, war wütend und fühlte mich wie den letzten Dreck behandelt – ok, bis zu einem gewissen Grad selbst schuld, schließlich hab ich’s erstens von Anfang an kommen gesehen und zweitens zugelassen. Dann kam eine noch viel größere Tragödie und so schnell konnte ich gar nicht schauen, war der Liebeskummer aus meinem System gespült. Wie ein Rülpser im Universum verhallt – und da stell ich mir dann schon die Frage, was denn eigentlich wichtig ist – im Leben?

Wenn Menschen zusammen kommen, kann für den Moment etwas Schönes entstehen, das zu genießen ist wichtig. Wann und wo und wie es ist, ist zentral, nicht ob es morgen auch noch mal so sein kann und übermorgen und überübermorgen und …

Darauf zu vertrauen, dass wir immer wieder schöne Momente mit unterschiedlichsten Menschen haben werden und dass diese Momente nie ausgehen werden, ist doch wichtiger, als einen einzelnen so in Vertrag zu nehmen, dass die schönen Momente, geplante Momente, verpflichtete Momente und letztendlich geschuldete Momente werden.

Nicht die Möglichkeiten, die wir uns für die Zukunft wünschen, sondern die, die wir jetzt haben, sollten unsere Aufmerksamkeit bekommen, der nächste Schritt, nicht der letzte ist wichtig. Die Route im Kopf, aber den Fokus auf das Jetzt…

Ich habe im Moment viele Extreme zu vereinen, sehr schöne und sehr sehr traurige Erlebnisse reihen sich dicht aneinander – und morgen erkenne ich wieder ein bisschen mehr vom Gesamtbild….

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mein heutiges horoskop

das leben und andere abenteuer
Jul 10 2007
6.gifVirgo (Aug 23 – Sep 22) You might be running on a treadmill today as you attempt to do the right thing. You could be sure of a specific course of action and simultaneously sure of its opposite. It’s rather confusing, for the closer you get to a decision, the further away the solution appears. Unfortunately, inaction won’t work either, for you are in a transformational process. Move slowly; you have more time than you think.
Ok, ich stecke in einem Transformationsprozess fest (das alleine ist schon ein Widerspruch an sich). Es bewegt sich eh alles, nur nicht so schnell und immer in die gewünschte Richtung.

Eine internationale Familie

das leben und andere abenteuer, die liebe, klettern
Jul 08 2007

Nach all meinen Reisen und Erfahrungen ist mir klar geworden, dass mir, unabhängig von meinem Aufenthaltsort oder dem Gipfel, den ich bestiegen habe, Menschen am meisten Sinn und ein Gefühl der Erfüllung vermitteln. Ich habe das Glück, Teil einer großen internationalen Familie zu sein, die auf der ganzen Welt verteilt lebt. Meine Welt ist mittlerweile so große geworden, dass ich nicht mehr einen bestimmten Ort als mein >>Zuhause<< bezeichnen kann. überall, wo ich lebte, fand ich Verbindungen zwischen dem hier und dort, der Vergangenheit und der Gegenwart und zu all den Menschen, mit denen ich so viele bereichernde Erfahrungen geteilt habe.Wenn ich über meine Zukunft und die bekannte Frage >> Was nun?<< nachdenke, fühle ich mich frei, denn ich weiß, dass ich unabhängig davon, was die Zukunft bringt, weiterhin nach Ausgeglichenheit und Harmonie suchen werde, indem ich meiner Intuition an den unsichtbaren, doch stehts bestehenden Ort folge, an dem die Liebe zu Hause ist.” (Lynn Hill, climbing free, 2004, S. 310)

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Heute war ein besonderer Tag.

Ich war mit Matthias am Peilstein klettern und hab ein bisschen Vorstieg geübt. Zum Schluss sind wir eine 5+ recht zügig geklettert. Für mein zweites Mal in freier Wildbahn, bin ich zufrieden.

Aber eigentlich hat mich etwas Anderes noch mehr gefreut. Wie immer lese ich zum Frühstück meine Mails und hab zwei ganz tolle in meiner Box gehabt. Claus hat sich wieder gemeldet und mir ein wirklich sehr berührendes Mail aus Chicago geschrieben und ich freue mich tierisch, wenn er wieder einmal einen Heimatbesucht macht und mit mir vielleicht sogar klettern geht. Mit Siegi (Schottland), Martina (Neuseeland), Doris (bald Italien), Didi (Steiermark), Marcus (die Welt), Stephan (Schweden), Ben (New York), Evi (Wien), Eva (Wien), Judith (NÃ?), Silvia (fast schon mehr Waidhofen als Wien) und Philipp (Salzburg) ist er Teil meiner kleinen “internationalen” Familie. Menschen, die ich – teilweise – nicht sehr oft sehe und mit denen ich mich dennoch irgendwie verbunden fühle. Sie alle haben einen besonderen Platz in meinem Herzen.

Das zweite Mail kam von meinem Dissertationsbetreuer. Er schrieb, dass er wohl – in Bezug auf mein Talent – mehr an mich geglaubt hätte, als ich selbst. Wie wahr und ich muss sagen, das Mail kam zur rechten Zeit. Weil ich nämlich schon wieder und immer wieder zweifle, an mir und daran, ob ich den Weg als Künstlerin durchhalte, inspirations- und nervenmäßig.

Aber vielleicht sollte ich einfach meine Erwartungen an mich selbst nicht so hoch schrauben. Lynn Hill schrieb in ihrem Buch, dass sie Wettkämpfe verlor, wenn ihr der Sieg wichtiger war, als das Klettern selbst. Ein guter Stil sei wichtiger als Speed…. darüber werde ich mal meditieren…

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Lazy days�?�

klettern, kunst
Jul 05 2007

Erste Ferienwoche…
Ich klettere viel und tu’ sonst nur das Notwendigste, konnte mich heute nicht einmal aufraffen, zum Ikea zu fahren, obwohl das schon seit 6 Monaten auf meiner to-do-liste steht. Ich hab nämlich eine Serie von 30 Grafiken gemacht, die ich gerne rahmen würde – bis vor kurzem dachte ich, ich häng die Bilder dann im Schlafzimmer auf. Jetzt überlege ich, ob ich nicht auf die kunstvolle Verschönerung meiner Räumlichkeiten pfeife und statt dessen ein paar Bouldergriffe an die Wand schraube.

Das Klettern…
Ich würde ja sagen, dass ich zum ersten Mal einen Sport gefunden habe, der mich total
fasziniert. Warum weiß ich eigentlich nicht so genau. Die körperliche Anstrengung, Kraft und Beweglichkeit und vor allem der Kopf, das alles ist im Einsatz, wenn ich klettere. Das Knacken von “boulder-Problemen”, das kleine und große Erfolgeserlebnisse beschert, ist wirklich ein Suchtfaktor. Die Konzentration auf nur den nächsten Griff, die nächste Bewegung ist wunderbar. Gestern war ich 2 Stunden am Stück (alleine) in der Kletterhalle, danach Endorphin-Rausch, Müdigkeit, Entspannung, Freude.

Im Vergleich dazu scheint mir mein Leben unangemessen kompliziert. “Selbst schuld!” Würde meiner lieber und kluger Freund, Claus, sagen.

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Zum Teil – und das muss hier schon erwähnt werden – ist der Stress ja gut und selbst produziert. So wurden meine zwei Arbeiten “o.t.” und “an der leine” zur Keramikbiennale in Kapfenberg (http://www.keramik-biennale-kapfenberg.at/index.htm) zugelassen. Ich werde mich also im September mit ca. 20 anderen internationalen KeramikerInnen messen und darauf hoffen, dass ich einen Preis gewinne bzw. die Stadt Kapfenberg meine Arbeiten soooo toll findet, dass sie sie ankauft. (Was für mich ein legendärer Erfolg wäre.) Delikat daran ist, dass unser Meisterklassen-Prof. noch zu mir gesagt hat, dass diese Arbeiten “Sch..” sind und für ihn nichts mit dem Thema der Biennale – “Illusionen” – zu tun haben. Viel besser und passender fand er die Arbeiten seiner Frau, die ebenfalls eine Arbeit eingereicht hat. Nun weiß ich nicht, ob sie auch zugelassen wurde, die Jury bestimmte auf jeden Fall, dass ich dabei bin (mir werden sogar die Aufenthaltskosten bezahlt – ich bin ein Star, hi, hi). Freitag werde ich mit FreundInnen und Cocktails feiern, so wie sich das gehört.

Die Kehrseite..
Kreativ bin ich im Moment ziemlich ausgepufft und genieße die Tage beim Klettern und Lesen von Kletterbücher. Zurzeit verschlinge ich die Autobiografie von Lynn Hill, der ersten Frau, die El Capitan in einem Tag und die erste überhaupt, die El Capitan im free solo – ähm im “Freiklettern” (danke Claus) – bezwang. Nicht dass ich je so wagemutig sein könnte, aber die Faszination, von der sie schreibt, die spüre ich ebenfalls..

7+ 1m

klettern
Jul 01 2007

Klettern in freier Wildbahn -gar nicht so leicht.

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Gestern war ich mit Doris, Matthias, Richard und Benno klettern. Es macht unglaublich viel Spaß im “echten” Gelände zu klettern, ist aber auch um einiges schwieriger. Die Griffe sind scharfkantig und manchmal so klein, dass man sich wünschen könnte, entweder 40kg leichter oder ein Geko zu sein…. Bei der 7+ Route bin ich doch immerhin einen Meter in die Höhe gekommen…Ha! Das kratzt am Selbstbewusstsein!

Dennoch haben wir schon die nächste Tour geplant. Ich hoffe jetzt inständig, dass ich in den nächsten zwei Tagen so stark wie Hulk und so wendig wie Spiderman werde (hmmm komisch, dass es eigentlich kaum weibliche Vorbilder gibt – außer Pipi Langstrumpf fällt mir gach gar keine körperlich starke Frau ein…verdammt!)

Aber bevor ich in eine Genderdiskussion abgleite, werde ich mich umziehen und zum Flakturm pilgern. Von nix kommt nix!