Ich versteh’s mal wieder nicht und komme mir vor wie Krösus vor seinem Feldzug gegen die Perser. Welches große Reich zerstöre ich jetzt? Da bschließe ich außergewöhnlich beherzt für meine Maße einen der vielen Jobs von mir aufzugeben und schwups kommen noch mehr Angebote von demselben herein. Will mir jetzt das Schicksal sagen, dass ich das weiter machen soll, oder will es mich prüfen, ob ich eh entschlossen bin? Oder sind das – und das befürchte ich ganz stark - die falschen Fragen?
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Gestern sind sich zwei meiner Klienten aus der Therapiegruppe beinahe an die Gurgel gesprungen. Eine Provokation ergab die andere und schon standen sie sich gegenüber und begannen mit dem Schubsen. Meine Schreie nützten nichts, keiner reagierte mehr auf mich bzw. auf meine Aufforderungen sich sofort wieder hin zu setzen. Also sprang ich auch auf und stellte mich zwischen sie.
Das las ich unlängst auf ihrem facebook-Profil. Sie war spinnen. Da ich mit Gruppenindoorfahrradfahren mit Musik (Wiki) eigentlich nichts am Hut habe, war mein erster Gedanke natürlich kunsthandwerklicher Natur: Meine Frage an Sie war, ob sie denn die 13. Fee wäre und Dornröschen endlich um die Ecke gebacht hätte. Ihre Antwort: “Nein, aber ich hab den Ritter vom Pferd geschubst und bin selbst auf Jolly Jumper in den Sonnenaufgang galoppiert
)”
Dazu muss ich anmerken, ich liebe das Märchen Dornröschen (und meine Cousine offensichtlich Pferde ???) und ich sympathisiere mit der 13. Fee. Die Feen 1-12 haben Dornröschen lauter Tugenden geschenkt, gut soll sie werden, und hüpsch und brav und reich natürlich auch und und und und dann kam die 13. Fee, die, die nicht eingeladen wurden, die, die all der Tugendhaftigkeit und Angepasstheit und dem ganzen höflichen/höfischen Getue den Tod wünscht. Sie kataputliert Dornröschen in einen todesähnlichen Schlaf aus dem sie dann nach 100 Jahren durch den Kuß des Ritters als Frau erwacht (so die tiefenpsychologische Deutung).
Nun das Finden eines wirklich guten Partners ist für die Frauen der 30plus-Generation gar nicht leicht.Irgendwas stimmt da nicht im Beziehungsschloss.
Unser toter Altbürgermeister wird der Spionage verdächtigt… Es gäbe Beweise…steht da heute in der Presse. Da wird der Politik vorgeworfen unter den Tisch zu kehren und über die Vergangenheit den Mantel der Verdrängung zu breiten – na typisch, oder? – und letzlich liegt nicht in dieser Vermutung und dem Wunsch der persönlich Betroffenen, die Presse möge doch von solchen Anschuldigungen Abstand nehmen, das typisch Österreichische, sondern in den Kommentaren der “Österreicher und Innen” zu diesem Thema.
AustroBavarian (Helmut Zilk ist tot.Die CSSR ist tot.Der Kommunismus ist tot.) versus Grautvornix (Es wäre nicht Österreich… wenn nicht wieder die Verdränger und Realitätsverweigerer Oberhand bekommen sollten.) G Ast zitiert eine andere dunkle Vergangenheit (Hat Franz Fuchs möglicherweise mehr gewußt, als der Öffentlichkeit bekanntgegeben wurde? Dann wäre sein “Selbstmord” in einem anderen Licht zu betrachten.) Auch das wäre ja immerhin möglich. Und nichts ist so wunderschön wie eine ebensolche Verschwörungstheorie, die den Herrn Gast zu der Frage motiviert: Wird wieder eine Ablenkungssau durchs Land getrieben? Alien versus Predator, oder?

Seit geraumer Zeit habe ich ein Profil auf Facebook. Meine ursprüngliche Motivation war, mit Fred, einem Freund und Kletterkollegen Fotos zu tauschen und ab und zu zu chatten. Das hat prächtig funktioniert. Dann fand ich noch andere FacebookerInnen und schwups konnte ich mir die Zeit in der Praxis, wenn wieder mal einer meiner sooo zuverlässigen Suchtklienten ausgefallen ist, mit Chatten und Büdlnschaun vertreiben.
Ich fand nette neue Freunde und viele alte wieder. SchulkollegInnen aus einer längst und zum Teil mit Absicht vergessenen Zeit. Dennoch nett zu sehen, wie sich jeder entwickelt hat und sehr groß die Freude, wenn die paar, die ich mochte, auch noch erfolgreich und glücklich geworden sind. Manchmal tauchen aber auch Gespenster auf, so wie heute eben. Eine Freundschaftsanfage von jemanden, der gerne an die gemeinsame Vergangenheit zurück denkt, mit Grüßen aus London.
Naja ehrlich. Ich denk lieber nicht an diese Zeit. Was dem einen Freud, dem anderen Leid, oder so ähnlich. Meine Erinnerungen sind eher dominiert von Szenen in denen ich verletzt, gekränkt und abgewertet wurde, während sich dieser Möchtegernfreund auf meine Kosten sein Ego poliert hat. Ergo: Danke nein! Kein “adding” als “friend”!
Und – Überraschung!! – ich erlebe eine Gefühl von Freiheit nicht jeden mehr in meine Kreise aufnehmen zu müssen. Sich nicht versklaven zu lassen von einem falsch verstandenen Netzwerkgedanken, in dem man glaubt, dass man jeden irgendwann irgendwie mal brauchen wird können. Auch wenn eine Künstlerin von einem großen Netzwerk lebt, es steigert den Wert, derer, die darinnen sind, wenn es auch Ausschlusskriterien gibt. Und natürlich wäre es professioneller wenn ich die Differenzen klären würde, die Missverständnisse aus dem Weg räumen und die Kränkungen verzeihen würde. Aber, samm a uns ehrlich, es gibt so viele Zwangskontexte, in denen man Menschen, mit denen man nicht so gut kann, nicht ausweichen kann und man sich irgendwie zusammen raufen muss. In meiner Freizeit ziehe ich es vor, es mir leicht zu machen und auszuwählen. Zu so schwierigen und abwertenden Zeitgenossen schätze ich daher eine mehrere tausend Kilomenter lange Distanz unglaublich hoch.
Ich bin ein bisserl traurig. Der „Metzger“ ist mir aus verschiedenen Gründen unter die Haut gegangen. Nicht nur er hat eine eher deprimierende schulische Vergangenheit.
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Ich glaub, es wird Zeit, dass sich auch die Kunstschlampe dazu äußert. Als Fahrerin eines 13 Jahre alten Autos, stünde mir die Prämie ja eigentlich zu. Also „Heißa juche!“ Falls mein Verkaufsgeschick versagt und ich nicht die 2.800,- für mein Auto bekomme, die ich eigentlich haben will, kann ich immer noch auf die 1500,- vom Staat zurück greifen. NUR hat sich eigentlich schon mal wer überlegt, wer die Leute sind, die so alte Autos fahren?
Waren die Worte, die ich heute nicht ausrief, einfach weil meine Stimme weg war. (Was mich schon ein bisserl isoliert.. muss ich zugeben). Ich lieg seit drei Tagen im Bett und hab Grippe. Und weil unter diesen Umständen nicht mal Essen Spaß macht – ich kann grad mal den Aggregatzustand und die Temperatur unterscheiden, theoretisch könnt ich Sägespäne esse, es warat wurscht – lese ich in den kurzen wachen Momenten oder schau DVD.
Und da stolpere ich über den Weltbildkatalog und muss mich schon wundern. Die ersten zwanzig Seiten kolportieren Bücher, die sich dem Thema Diät widmend. Genau genommen „Abnehmen ohne Diät“ (gut wir nennen es halt ab heute einfach anders!) Ja ein Buch verspricht sogar „Abnehmen im Schlaf“! Statt ein üppiges Mittagspapperl ein Mittagsschlaferl. Und darüber 300 Seiten schreiben… es is a Wunder!
Gut nach den 20 Seiten kommen die Kochbücher: „Kann den so was Sünde sein!“ DAS Tortenkochbuch… he, he, hat schon etwas von einem Pyramidenspiel. Erst Diät, dann Torte, dann Diät, dann…. (Oder der Verleger des Katalogs hat einen sehr subtilen Humor… )
Anyway.. ich werd jetzt wieder ins Bett hüpfen und gesunden…
Bis dann also…
Die treueren Blog-LeserInnen erinnern sich vielleicht an meinen letztjährigen Eintrag über die „fröhliche“ Zeit. Damals schrieb ich über meine Tante, die einen mittlerweile schon fast 30jährigen Rekord darin hält, die mit Abstand schrägsten, unnützlichen und hässlichsten Weihnachtsgeschenke zu machen. Dieses Jahr hab ich raus gefunden, dass meine Mutter (ihre Schwester also) sogar eine eigene „Grusch-Kiste“ für ihre Geschenke unterhält, in der sie diese Objekte sammelt.
Aber, wie es halt so ist, irgendwann ist jede Regentschaft zu ende. Heuer gab es enttäuschenderweise „nur“ eine Duftlampe im Form eines Teepots. Doch ein (Herrschafts-)Vakuum bleibt selten lange leer. Am nächsten Tag gab es eine Weihnachtsfeier bei meinem Vater und seiner zweiten Frau, Lisa. Sie hat meine Tante vom Thron verstoßen, darf sich jetzt (vielleicht auch die nächsten 30 Jahre, vielleicht auch nicht so lange, wer weiß) die neue Trash-Queen nennen und bekommt einen Eintrag auf der Wall of Shame. Die Ohrringerl in Form von 2Centstücken sind einfach unbeschreiblich…..
Sehet selbst:
Ich erinnere mich an meine erste Studienzeit. Damals hatte ich einen kleinen Nebenjob. Ich half einer Freundin beim Catering. Sie organisierte Buffets für verschiedene Veranstaltungen und ich half aus wenn es ums Schleppen ging… war ok, damals…
In den Pausen berichtete sie von ihren Erfahrungen und meinte, wenn sie eine reine Männergesellschaft zu bewirten hätte, dann könne sie sich das ganze Grünzeugs sparen. Männer knabbern nicht an Selleriestangen oder nett gestutzten Karöttchen. Sie fallen über die Wurst- und Fleischplatte her. Und statt frisch gepresst haben sie lieber frisch gezapft… Männer sind also Tiger, Karnivoren.
Grund genug mal über meine eigenen Ernährungsgewohnheiten und über das nach zu denken, was sich geziemt als Frau, denn – nur um ein Beispiel zu nennen – bei meinem Haupt-Döner-Lieferanten stellten sich unlängst beide Ohren auf, als er mich fragte, „Döner mit allem?“ und ich sagte „Nein, ich möchte das Fleisch nur mit Fleisch und das ganz scharf!“
Was geziemt sich also? Darf man als Bohnenstange nur mehr an Bohnenstangen knabbern und ist eine Frau mit Fleischeslust gleich ein bisserl „Dings“? Und wie sieht es aus, wenn frau vor einem voll beladenen Teller sitzt, sich ein zweites Mal vom Buffet holt und dann zur Krönung noch zwei Stück Sachertorte verdrückt? Sorgenvolle Blicke – wird sie ihre Figur halten können (das arme „Häschen“, sie wird schon sehen, wohin das führt)?
Nun Respekt allen Vegetariern, solange sie es aus Überzeugung tun und Geschmack am Grünzeug finden. (Ich mag ihn ja auch, den Salat, und Kakis und Kirschen und Melonen, auch wenn ich das ganze Obstzeug nicht vertrage.) Ich bin wohl eher ein Sekundär-Vegetarier und mag das Gemüse lieber, wenn es veredelt in Form eines Steaks auf meinem Teller landet…. Interessant finde ich allerdings, dass es Männer- und Frauenessgewohnheiten gibt und dass man/frau verstören kann, wenn man sich daran nicht hält..


